Die Macht der Gedanken

Die Macht der Gedanken – alle Welt spricht gefühlt darüber. Aber haben unsere Gedanken wirklich einen so großen Einfluss auf unser Handeln und unser Leben? Sind es nicht eher unsere Gefühle, die letztlich unsere Entscheidungen und somit unser Handeln beeinflussen?

Ich dachte mir, ich bringe hier heute mal etwas Licht ins Dunkel. Denn als mir die Macht der Gedanken vor ein paar Jahren so richtig bewusst wurde, hat sich für mich gefühlt alles verändert.

Tatsächlich denken wir am Tag bis zu 60.000 Gedanken. Da liegt es auf der Hand, dass sie auch einen gewissen Einfluss auf uns und unser Leben haben.

Wusstest Du, dass bei den meisten Menschen nur ca. 3% ihrer täglichen Gedanken positiv sind. Das haben Wissenschaftler festgestellt. Wahnsinn, oder?

Dabei wäre es doch so viel schöner, seine Gedanken FÜR anstatt gegen sich arbeiten zu lassen.

Ist das tatsächlich möglich? Das schauen wir uns heute mal etwas genauer an.

 

Vorab: Keiner sieht die Welt so, wie Du sie siehst.

Alles, was auf dieser Welt passiert oder existiert ist erst einmal „neutral“ ohne jegliche Bedeutung. Erst wir geben den Dingen und Situationen ihre Bedeutung und zwar durch unsere Gedanken.

Wer kennt es nicht, dieses „So habe ich das doch gar nicht gemeint.“ Wie oft fühlen wir uns missverstanden oder gedemütigt und unser Gegenüber merkt es vielleicht noch nicht einmal.

Oft liegt das einfach daran, dass wir einer Sache oder einem Kommentar eine ganz andere Bedeutung geben als unser Gegenüber. Wir denken schlichtweg anders darüber.

Selbst auf den ersten Blick positive Dinge können verschiedenste Gedanken hervorrufen.

Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.

Marc Aurel

Nehmen wir da z.B. folgende Situation: Dein Chef ruft Dich zu sich und bietet Dir einfach so von sich aus eine deftige Gehaltserhöhung an. Welche Gedanken kommen Dir da spontan?

Der eine mag denken:

  • Wow, der Hammer, ich wusste, dass sich meine gute Arbeit irgendwann auszahlt!
  • Jouhoo, jetzt kann ich mir endlich meine Traumreise leisten.
  • Hab ich ein Glück, so einen tollen Chef zu haben.

Einem anderen kommen vielleicht aber eher solche Gedanken:

  • Hilfe, jetzt erwartet er bestimmt, dass ich noch mehr Überstunden mache.
  • Hm, so mir nichts dir nichts eine dicke Gehaltserhöhung, das muss doch einen Haken haben.
  • Ai, wie ist denn das steuerlich, bleibt da überhaupt noch groß was über?
  • Bisschen mehr hätte es schon sein können.

Tja, und genauso so ist es auch mit jeder anderen Situation. Was wir darüber denken, ist immer super individuell und sehr unterschiedlich.

Tatsächlich sieht jetzt gerade keiner die Welt exakt so wie Du. Fast ein wenig spooky, oder?

Aber wie entsteht diese eine, Deine ganz eigene Realität? Wie kommt es, dass der eine sich ausnahmslos über seine Gehaltserhöhung freuen kann, während der andere unmittelbar ins Grübeln und Zweifeln gerät?

 

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Die Macht der Gedanken – Warum wir die Welt so sehen, wie wir sie sehen

Tatsächlich beginnt alles mit unseren Gedanken.

Die Macht der Gedanken Abbildung

Ab einem bestimmten Moment in unserem Leben fangen wir an, die Dinge um uns herum in Form von Gedanken zu bewerten. Teilweise, gerade als Kind, übernehmen wir auch einfach die Meinungen und Überzeugungen anderer Menschen in unserem nahem Umfeld.

Wir denken am Tag also unsere bis zu 60.000 Gedanken. Aber was passiert dann? Sie lösen tatsächlich Gefühle in uns aus.

Allein dieser Zusammenhang war mir sehr lange gar nicht bewusst. Aber achte Mal darauf. Immer wenn Du Dich in irgendeiner Form plötzlich unwohl fühlst oder urplötzlich schlechte Laune bekommst, ging dem meistens ein bestimmter Gedanke vorweg.

Und was jetzt kommt, kennen wir alle. Unsere Gefühle bestimmen unser Handeln. Warum ist das so? Unser Verstand ist mit vielen Entscheidungen schlichtweg überfordert. Das sind die Momente, wo das allseits bekannte Bauchgefühl meist glücklicher Weise zu Hilfe eilt (sofern wir es zulassen, hehe).

Ok, unsere Gedanken lösen also gewisse Gefühle aus, die dann wiederum unser Handeln bestimmen. Sobald wir dann handeln, also in irgendeiner Form aktiv werden, machen wir zwangsläufig Erfahrungen. Was passiert? Wir lernen – z.B. was für uns gut funktioniert, was eher nicht und was wir daher in Zukunft lieber vermeiden sollten.

Und diese Erfahrungen wiederum prägen unser Selbstbild, unsere Identität, unsere Realität.

Tja und genau dieses Selbstbild wiederum bestärkt uns in gewissen Gedanken, wo wir wieder am Anfang wären. Letztlich handelt es sich hier um einen in sich geschlossenen Kreislauf.

Aber wir sind durchaus in der Lage in diesen Kreislauf einzugreifen und hier kommt die Macht der Gedanken zum Tragen. Unsere Gedanken können wir nämlich bewusst beeinflussen.

 

4 Schritte, wie Du die Macht der Gedanken FÜR Dich nutzt

Mittlerweile weiß man: Wir sind unseren Gedanken glücklicher Weise NICHT ausgeliefert! Und genau darin liegt die unglaubliche Macht der Gedanken.

Die Erkenntnis, dass das Unterbewusstsein durch Gedanken gelenkt werden kann, ist vermutlich die größte Entdeckung aller Zeiten.

William James, Psychologe

Durch aktives Training können wir unsere Gedanken bewusst lenken und die Macht der Gedanken tatsächlich für statt gegen uns nutzen.

Aber wie schaffen wir es, die Macht der Gedanken für uns zu nutzen und unsere Gedanken positiv auszurichten?

Folgende 4 Schritte können Dich dabei unterstützen:

 

1. Werde Dir Deiner Gedanken bewusst und steig aus dem Gedankenkarussell aus.

So oft identifizieren wir uns mit dem was wir Denken. Aber wir sind nicht unsere Gedanken. Wir denken sie nur. Und wir können sie tatsächlich beobachten, z.B. mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen oder Meditationen. Das hat mir persönlich z.B. enorm geholfen, meine Gedanken bewusster wahrzunehmen. Denn nur so sind wir in der Lage, sie auch einmal bewusst zu stoppen. Ganz ehrlich, bevor ich mit dem Meditieren angefangen habe, war mir gar nicht bewusst, dass das möglich ist *lach*

Wir kennen es alle, dieses sich ewig im Kreis drehende Gedankenkarussell. Negative Gedanken voller Sorgen, Ängste und Befürchtungen jagen so in Dauerschleife durch unseren Körper.

Einen Gedanke wie „Oh nein, jetzt denkt sie bestimmt, dass ich vollkommen unfähig bin.“ denken wir dann nicht nur einmal kurz, sondern vielleicht Hunderte Mal und permanent über einen längeren Zeitraum.

Du kannst Dir vorstellen, für welch einen Haufen an negativen Gefühlen, unsicheren Handlungen und schlechten Erfahrungen das sorgt und was das mit Deinem Selbstbild macht.

Tatsächlich kann man sich das Ganze wirklich sehr gut wie ein Karussell vorstellen. Durch das Meditieren lernt man, die Mini-Momente zwischen den einzelnen Gedanken wahrzunehmen. Das sind die Momente, wenn das Karussell ganz, ganz kurz stehen bleibt. Nur dann können wir aussteigen und uns einem anderen Gedanken widmen.

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2. Hinterfrage Deine Gedanken.

Hier geht es im Grunde einfach nur darum, sich immer wieder und bei allen möglichen Gedanken zu fragen:

  • Ist das wirklich wahr?
  • Wer sagt das eigentlich?
  • Wieso denke ich so?
  • Wann habe ich angefangen so zu denken?
  • Will ich überhaupt so darüber denken?
  • Was bringt es mir, wenn ich so darüber denke?
  • Könnte ich auch anders darüber denken?

Auf diesem Wege wirst Du nach und nach blockierende Glaubenssätze entdecken, negative Gedanken, die Dich von Deinen eigentlichen Zielen abhalten.

 

3. Schlage eine neue Richtung ein.

Sobald Du dann eine gewisse Distanz zu Deinen Gedanken geschaffen und den einen oder anderen nicht förderlichen Glaubenssatz entdeckt hast, kannst Du diesen dann gezielt durch einen positiven Gedanken ersetzen.

Hier kann z.B. das regelmäßige Aufschreiben oder laute Aussprechen von positiven Affirmationen helfen. Durch das regelmäßige Wiederholen bestimmter Affirmationen über einen längeren Zeitraum (ganz wichtig!) können wir tatsächlich unser Unterbewusstsein und somit unser Denken beeinflussen. Hierzu werde ich bald noch einmal einen separaten Blogartikel veröffentlichen.

Eine andere Möglichkeit wäre, Dir gezielt positive Fragen zu stellen. Beim Stellen von Fragen, machen wir uns die Tatsache zu Nutze, dass unser Gehirn auf Fragen immer eine Antwort liefern will.

Probier es mal aus und stelle Dir z.B. die Frage „Warum bin ich liebenswert?“ Du wirst sehen, Dein Gehirn kann gar nicht anders, als Dir zumindest ein paar Argumente zu nennen. Erwischt Du Dich z.B. häufig bei dem Gedanken “Ich schaffe das nicht. ” könntest Du Dich stattdessen ab jetzt immer fragen “Warum schaffe ich es?”.

 

4. Schaue, dass die positiven Gedanken überwiegen.

Hierbei kannst Du Dir eine simple Gleichung zu Nutze machen:

Je häufiger wir einen bestimmten Gedanken denken, desto wichtiger stuft ihn unser Gehirn ein.

Ohne ein gewisse Priorisierung wäre unser Gehirn nämlich heillos überfordert. Bei bis zu 60.000 Gedanken am Tag geht’s gar nicht ohne.

Ich persönlich schwöre hier auf Dankbarkeitsübungen. Denn durch sie trainierst Du Dein Gehirn darauf, irgendwann ganz automatisch Ausschau nach positiven Dingen zu halten.

Mit Jammern und Lästern schlagen wir uns übrigens ganz schnell auf die dunkle Seite der Macht. Das ist nämlich negatives Gedankenkarussell durch und durch … sozusagen die Geisterbahn unter den Gedankenkarussells.

 

Wie Dir die Macht der Gedanken hilft, Deine Ziele zu erreichen

Unsere Gedanken können uns aber auch enorm im Weg stehen und uns aktiv davon abhalten, unsere Ziele zu erreichen. Da Deine Gedanken im Grunde immer Deine innersten Überzeugungen widerspiegeln, hast Du z.B. ein Problem, wenn diese nicht im Einklang mit dem sind, was Du erreichen möchtest.

Was Du denkst, bist Du. Was Du bist, strahlst Du aus. Was Du ausstrahlst, ziehst Du an.

Buddha Shakyamuni

Besonders spannend ist das z.B. beim Thema Geld. Mal angenommen, Du wünscht Dir mehr Geld in Deinem Leben. Nun bist Du aber mit der Überzeugung „Reiche Menschen sind arrogant, unglücklich und einsam“ groß geworden (was übrigens in einem Großteil aller Filme und Bücher so propagiert wird, achte mal drauf). Dieses Denken wird es Dir unheimlich schwer bis unmöglich machen, mehr Geld in Dein Leben zu ziehen. Deine innere Überzeugung und Dein Ziel passen einfach nicht zusammen. Ich meine, wer möchte schon arrogant, unglücklich und einsam sein.

Gleiches Problem z.B. bei einer Gehaltsverhandlung. Wenn Du selbst nicht überzeugt davon bist, dass Du eine gewisse Gehaltserhöhung verdient hast, wird es Dir unglaublich schwer fallen, sie Deinem Chef schmackhaft zu machen. Auch hier stimmen Deine Gedanken über Dich selbst nicht mit Deinem Ziel überein.

Andersherum kannst Du die Macht der Gedanken gezielt nutzen, um Deine Ziele zu erreichen. Schau Dir genau an, was Du über Dein Ziel denkst und ersetze nach und nach alle negativen Gedanken durch neue positive. Das ist natürlich mal wieder leichter gesagt als getan. Aber die Magie passiert eigentlich schon in dem Moment, in dem Du Dir über Deine negativen Gedanken bewusst wirst und sie hinterfragst (s. oben Schritt 1 und 2).

 

Die Macht der Gedanken: Meine Buchtipps zum Thema

Wenn Du Dich noch tiefer gehender mit der Macht Deiner Gedanken beschäftigen möchtest, kann ich Dir folgende Bücher empfehlen. Das Buch Shaolin von Bernhard Moestl liegt tatsächlich gerade bei mir auf dem Nachttisch.

 

Abschließen möchte ich mit dieser wunderbaren alten Weisheit:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Talmud

 

 

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6 thoughts on “Die Macht der Gedanken & wie Du sie gezielt FÜR Dich nutzt

  • Celia05.07.2020 at 01:09

    Danke für den super informativen Artikel, liebe Ariadne! Ich fand es sehr schön, was Du übers Meditieren und über die Dankbarkeitsroutine geschrieben hast, denn Beides hat für mich auch schon so viel in meinem Leben verändert. Deshalb habe ich auch angefangen, in meinem Podcast “Heal & Grow” Meditationen zu teilen, weil ich es als so eine große Hilfe empfinde, um ein ausgeglichenerer und glücklicherer und damit auch gesünderer Mensch zu werden, der auch heilend auf sein Umfeld wirkt!

    Reply
    • Ariadne06.07.2020 at 08:45

      Liebe Celia,

      das klingt wunderbar. Mir gefallen Deine Meditationen tatsächlich auch sehr gut. Du hast eine so schöne “in dir ruhende” Art 🙂

      Das “in sich schauen” und mal ganz in Ruhe nur mit sich selbst sein, macht wirklich einen so riesen Unterschied. Man gewinnt so viel Abstand zu den Dingen.

      Ganz lieben Dank für Dein Feedback.

      Liebe Grüße

      Ariadne

      Reply
  • Jana01.07.2020 at 12:05

    Liebe Ariadne,
    auch mir hat dein Beitrag sehr gefallen. Kam jetzt zur rechten Zeit sich wieder einmal über seine “inneren Haltungen” bewusst zu werden. Besonders hat mir der Satz Warum schaffe ich es? gefallen. Hat mir noch mal meine Sicht verdeutlicht.;-) Ganz lieben Dank für Deine Anregungen, tuen mir sehr gut.
    Lg Jana

    Reply
    • Ariadne01.07.2020 at 12:53

      Liebe Jana,

      ach wie schön 🙂 Das freut mich total, dass meine Anregungen Dir gut tun. Genau das ist mein Ziel. Spannend, dass der Satz Dir besonders gefallen hat. Allein damit kannst Du schon ganz viel für Dich “drehen” Ganz viel Freude und Erfolg dabei! Und ganz lieben Dank, dass Du mir einen so schönen Kommentar da gelassen hast.

      Habe einen wunderschönen Tag, Ariadne

      Reply
  • Carmen Behr01.07.2020 at 07:25

    Liebe Ariadne!!!
    Vielen Dank für deine Seite, ich finde sie hat sich zum richtigen Zeitpunkt geöffnet, da ich mir schon lange über mein Denkmuster bewusst bin und versuche daran zu arbeiten ; und vieles was ich jetzt gelesen habe hat man schon gehört oder weiß es;es tut gut zu wissen das man es schaffen kann .Liebe Grüße C.Behr

    Reply
    • Ariadne01.07.2020 at 08:31

      Liebe Carmen,

      ganz lieben Dank für Deinen Kommentar. Das freut mich sehr zu hören 🙂

      Mir geht es da oft genauso. Oft kommt es einem so vor, dass man Dinge zwar theoretisch verstanden hat, sie aber doch nicht in seinem Alltag anwendet. Aber ich denke, unterbewusst passiert meist doch etwas in einem. Es braucht einfach auch seine Zeit, bis wir bestimmte Muster ablegen und z.B. negative gegen positive Gedanken austauschen. Immerhin haben wir evtl. schon Jahrzehnte mit ihnen gelebt. Und irgendwie haben uns diese “alten” Gedanken ja auch ganz gut über die Runden gebracht 😉

      Ich freue mich, wenn Du hier immer mal wieder vorbei schaust.

      Ganz liebe Grüße, Ariadne

      Reply

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Hallo,

schau mal, was ich auf https://yomela.de gefunden habe.

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https://yomela.de/die-macht-der-gedanken/

Vielleicht ist das ja etwas für Dich.

Liebe Grüße