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Dies ist ein Gastbeitrag von Iris Bauck

Soziologin, Kommunikationswissenschaftlerin und zertifizierter Coach mit Fokus auf Verbundenheit, Selbstliebe und inneren Frieden.

Der Life Hack, der Dich massiv emotional entlasten kann in Deinem Leben.

Jemand hat letztens ein paar Worte zu mir gesagt. Nicht Schlimmes, eigentlich eine Kleinigkeit, aber die Worte haben mich tief verletzt. Mein Körper stand wie angewurzelt einfach da, ich wollte zwar reagieren, mich rechtfertigen, mir das nicht gefallen lassen, dass ich gerade – gefühlt – sehr persönlich beleidigt wurde.

Aber aus meinem Mund kam kein Wort, in meinem Kopf nur Leere, mein Körper wie zu Eis erstarrt. Ich schaute mein Gegenüber nur wortlos an und ein Gemisch aus Traurigkeit, Wut und Verzweiflung kam in mir hoch.

Fühlst Du dich auch oft von anderen persönlich angegriffen und nimmst Dir die Dinge zu sehr zu Herzen?

Dann kommt hier der Life Hack für dich!

Was ist eigentlich das Problem dabei, wenn wir alles persönlich nehmen?

Wir fühlen uns verletzt und kommen dann in einen Modus, wo wir meinen uns schützen, rechtfertigen zu müssen oder sogar in einen Gegenangriff übergehen.

Aber was verletzt uns denn so? Immer dann, wenn wir etwas persönlich nehmen, stimmen wir auf irgendeine Art und Weise – eher unbewusst – mit der Meinung überein.

Du kannst also nur etwas persönlich nehmen, wenn Du glaubst, das was der andere sagt, sei irgendwie wahr. Und Du solltest anders sein, anders handeln, anders aussehen oder andere Ergebnisse haben. Und sei es nur, weil es von der Gesellschaft eher anerkannt ist.

Aus diesen Moment der Verletzungen und Enttäuschungen entwickeln Menschen ihre Strategien, die sie immer mehr verhärten. Entweder man geht in den Kampf und rechtfertigt sich, verteidigt sich und schlägt zurück. Oder man wählt eher den Weg des Rückzugs – in die Zurückgezogenheit.

Das ist der Grund, dass ein Teil in Dir selbst unter Menschen zutiefst isoliert und einsam, ängstlich und zweifelnd, aber auch traurig und verunsichert fühlen kann.

Aber wie können wir nun lernen nichts persönlich zu nehmen?

Nicht alles persönlich nehmen? Leichter gesagt, als getan! Wir versuchen diese Momente zu vermeiden, in denen jemand etwas sagt oder tut und wir uns entweder davon verletzt fühlen oder uns das, was im Aussen passiert, zu sehr zu Herzen nehmen. Aus Angst vor Kritik und Ablehnung entscheiden wir uns dann häufig dazu, unser authentisches Ich lieber nicht zu zeigen und uns den Menschen und Situationen im Aussen anzupassen, anstatt unsere „Wahrheit“ zu leben. Das führt dazu, dass wir uns nicht nur distanziert von unserem Gegenüber fühlen, sondern auch die Verbindung zu uns und unseren Bedürfnissen verlieren.

Mahatma Gandhi sagte mal:

„Niemand kann mich ohne meine Erlaubnis verletzen.“

In Wahrheit kann uns nichts aus dem Aussen verletzen, was nicht bereits in uns ist. Wann immer uns jemand für etwas kritisiert, uns etwas vorwirft, uns beleidigt oder etwas in uns sieht, was sich für uns falsch anfühlt – kann uns das nur dann wirklich treffen, wenn das Gesagte für uns selbst ein Thema ist.

Letztlich liegt in jedem Moment, in dem wir „getriggert“ werden, eine riesige Chance, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen.

Lerne nicht alles persönlich zu nehmen!

Wie kann ich nun mehr bei mir selber sein und die Gedanken sowie Gefühle, die ich nicht an mir mag, wandeln? Denn ich erlaube, ob mich etwas verletzt oder nicht – auch wenn es sich nicht so anfühlt.

1. Bewusstsein erschaffen

Der Andere beleidigt nicht DICH! Sondern nur eine Bild über Dich, das er sich gemacht hat.

Jeder Mensch hat eine Vorstellung darüber, wie andere Menschen sind. Auf der Basis von sehr vielen verschiedenen Faktoren macht sich also jemand ein Bild über dich, das er bewertet. Und aus dieser Bewertung heraus beleidigt er dich. Aber wie kann jemand dich in all Deinen Facetten überhaupt kennen? Das geht gar nicht.

Niemand kann Dein ganzes Sein kennen. Es gibt immer nur Aspekte, die Dein Gegenüber wahrnimmt und interpretiert je nachdem wie er die Welt selber sieht. Das heißt, er beleidigt nur eine Vorstellung von Dir, die er aus bestimmten Dingen abgeleitet hat.

2. Mitgefühl kultivieren

Kultiviere Mitgefühl für dich, dass Du in diesem Moment von einen Thema berührt wirst, dass in Dir negativ geprägte Emotionen hervorruft.

Habe aber auch Mitgefühl für den Anderen, denn auch er kann nur aus seinen Standpunkten und Glaubensätzen handeln. Und vielleicht ist der Andere sich dessen gar nicht bewusst.

3. Selbstliebe: Du bist vollkommen so wie Du bist.

Es gibt nichts zu verstecken. Alle Aspekte an Dir sind nur Aspekte. Du bist nicht Dein Verhalten. Du bist nicht Deine Ergebnisse. Du bist nicht Dein Körper. Du bist auch nicht Dein Ego. Das sind alles nur Dinge, mit denen Du Dich identifizierst hast und andere dich identifizieren. Du bist eher wie die Leinwand, auf der all das erscheint. Du bist Liebe. Wenn Du das erkennst, bist Du innerlich frei.

4. Tiefgreifende Veränderung

Es ist oft einfacher mit der Person im Außen in den Widerstand zu gehen als bei Dir selber hinzuschauen. Aber das was uns langfristig davon befreien wird, die Dinge nicht mehr persönlich zu nehmen, ist wirklich bei uns selber hinzuschauen. Was ist das, was ich wirklich über mich glaube? Wie komme ich darauf? Stimmt das überhaupt?

In all den Momenten, die Du persönlich nimmst, liegt also eine große Chance für persönliche Weiterentwicklung. Denn Dir wird aufgezeigt, wo es noch Themen und Glaubenssätze gibt, die Du vielleicht nicht siehst.

Starte den Prozess, denn Wissen allein bringt Dir gar nichts!

Der Prozess könnte wie folgt aussehen.

1. Mach Dir bewusst

Niemand kann DICH beleidigen! Menschen beurteilen Dein Verhalten und Deine Ergebnisse – aber das ist nicht, wer DU bist. Es ist nur eine Geschichte, die Du glaubst, sie sei wahr.

Dein Modus: Erstaunen.

Ach guck! Der Andere sagt, das ich angeblich so sein soll. Stimmt das? Nein. Das ist nicht wer ich wirklich bin.“

2. In Kommunikation gehen

Dein Gegenüber kritisiert oder beleidigt dich gerade. Nimm wahr, dass Du aus Gewohnheit jetzt gerne Kampf oder Flucht wählen möchtest.

Bleib bei Dir, beruhige dich und gehe in Kommunikation.

Dein Modus: Interesse an dem Anderen.

Denn die Fragen funktionieren erst, wenn man wirklich wissen will, wie der Andere darauf kommt. Es sagt meist mehr über den Anderen aus als über dich.

Wie kommst Du eigentlich darauf? Wieso bist Du gerade so mit mir? Warum sagst Du das gerade? Ich würde das gerne verstehen. “

3. Dreh den Spieß mal um

Wie schnell triffst Du eigentlich ein Urteil über andere Menschen? Das heißt nicht, dass Du das nicht mehr machen solltest. Es liegt in unsere Natur unsere Umgebung zu bewerten. Das ist ganz natürlich. Es ist auch nur ein Gedanke, der auftaucht. Frag dich mal:

Was ist eigentlich das Verhalten oder das Ergebnis dazu und deshalb treffe ich dieses Urteil. Und welche Funktion hat das, dass ich so über den anderen denke? Und stimmt das eigentlich?”

Modus: Hinterfragen.

So wirst Du immer mehr, der Beobachter Deiner Gedanken. Denn Du bist auch nicht Deine Gedanken! 😉

Wenn wir uns erlauben, so mit anderen Menschen zu sein, entsteht die Möglichkeit für wirklich wahrhaftige Begegnung und Nähe. Dein Leben entspannt sich und tiefe Verbundenheit zu Dir selber und Menschen ist wieder möglich.

Ein Wunsch an dich am Ende:

„Mögest Du Geduld mit Dir haben! Denn es ist ein Prozess. „

Falls Du dabei Unterstützung möchtest, beschleunige ich mit Dir den Prozess gerne! Vereinbare hierfür einfach ein kostenloses Kennenlerngespräch und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich Dich auf Deinem Weg unterstützen kann.

Auf meiner Website findest Du noch mehr Details zu meiner Arbeit.

IRIS BAUCK – Soziologin, Kommunikationswissenschaftlerin und zertifizierter Coach mit Fokus auf Verbundenheit, Selbstliebe und inneren Frieden.

Website | Instagram

Ich bin Iris und Coach für feinfühlige Menschen, die unter darunter leiden, dass sie sich ihren Gedanken und Gefühlen ausgeliefert fühlen und schlecht für sich selber und ihre Bedürfnisse einstehen können. Aus Angst vor Ablehnung einen hohen Anspruch an sich selber haben und versuchen es anderen Recht zu machen. Dadurch entsteht oft eine quälende Anspannung und ein Gefühl von innerer Isolation und Getrenntsein von seinem wahren Ich sowie von anderen Menschen.

Mein Konzept: Tiefgreifende Bewusstseinsarbeit in Kombination mit körperlichen und energetischen Übungen. Denn erst wenn Verstand, Emotionen und Körper im Einklang sind, entsteht eine innerliche Balance, die dich mit Dir selbst verbindet und aus Dir selbst heraus handeln lässt für das selbstbestimmtes, authentische und verbundenes Leben, das Du leben willst.

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